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Nachruf ...

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Wer sich mit eigenen Worten vom Dr. Hamer verabschieden möchte, ist gerne dazu eingeladen,
und kann dies hier tun
http://germanischeheilkunde-drhamer.com/abschied

 
Liebe Freunde!
Es freut uns sehr den wunderschönen Text vom Autor des Gedichts "Der lange Weg"
auf dem Portal von Dr. Hamer platzieren zu dürfen
( hier das Original: https://www.gesetze-der-freiheit.de/ach/den-ham-m-er-kreisen-lassen/)
 
 
Den Ham(m)er kreisen lassen!

Bei uns wird zurzeit viel über den neuen Bischof von Hildesheim geredet. Geboren wurde er im Emsland, genauer gesagt in dem Dorf Schapen. Schapen wurde erstmals 890 als Scapaham erwähnt und man vermutet, dass sich der Ortsname von dem Tier Schaf ableitet. Für viele gläubige Katholiken ist das ein schönes Symbol, da Priester oftmals mit dem Hirten einer Schafherde verglichen werden. Scapaham hat aber nichts mit einem Schaf zu tun.
Der Wortteil ham wird sich auf den Hammer beziehen und scapa heißt im englischen Schaft. Laut Jakob Grimm sind Hammer und Schaft alte germanische Rechtssymbole. Die Silbe ham finden wir u.a. in der englischen Stadt Nottingham. Oder in der großen deutschen Stadt Hamburg, die ursprünglich Hammaburg hieß. Im Bezirk Hamburg Mitte gibt es zusätzlich noch die Stadtteile Hamm und Hammerbrook.
Der Hammer spielt in der germanischen Mythologie eine wichtige Rolle. Er war die gefürchtete Waffe des germanischen Gottes Thor/Donar. Sein Name hat sich in unserem Donnerstag, englisch Thursday, dänisch Torsdag erhalten. Thor beschützte die Welten der Götter und Menschen vor den Riesen. In der Edda finden wir über seinen Kampf den Satz „Groß wäre die Anzahl der Riesen, wenn alle lebten, nicht Menschen gäbe es in Midgard mehr“. Wenn Thor „den Hammer kreisen“ ließ, gab es für die Feinde der Menschen und Götter was auf die Mütze und die Riesen wussten, „wo der Hammer hängt“.
 


Der germanische Gott Thor und sein die Menschheit und Götter beschützender Hammer.


Thor gilt als der stärkste und tapferste aller Götter und sein Streithammer machte ihn fast unbesiegbar. Aus den steinernen Streithämmern hat sich die beliebteste Waffe der Germanen entwickelt, die Streitaxt. Am bekanntesten dürfte die Streitaxt Franziska sein, nach der sich ein ganzer Stamm, die Franken benannt hat. Das heutige Frankreich ging aus diesem Germanenstamm hervor.
Thor begeht eine große Dummheit als er sich während des Schlafs von einem Riesen seinen Hammer stehlen lässt. Sicherlich rührt hierher der Begriff der Torheit. Dieses törichte Verhalten spiegelt sich in dem Wort Tor wieder, wenn wir es im Sinne von Trottel gebrauchen. Um den Hammer wiederzubekommen, soll er sich als Frau verkleiden und sich verstellen. Nur widerwillig folgt er diesem Vorschlag Heimdalls. Doch die List gelingt und er erlangt seine Wunderwaffe zurück. Die Tortur ist beendet.
Thor stirbt wie fast alle Asen bei der Götterdämmerung. Die Weltenschlange greift ihn an und es gelingt ihm, sie mit seinem Hammer zu erschlagen. Kurz vor ihrem Tod versprüht sie jedoch nochmal ihr tödliches Gift, was Thor zum Verhängnis wird. An der Vergiftung stirbt der Asengott kurz darauf.  Eine ähnliche Geschichte finden wir im Christentum. Dort gilt die Schlange gemeinhin als Sinnbild des Teufels. Jesus überwindet mit seinem Tod am Kreuz den Teufel. Seitdem ist das Kreuz ein zentrales Symbol der Christenheit. Es steht für den Sieg über den Tod und gern hängen sich Christen eine Kette mit diesem Symbol um den Hals. Genau wie sich viele Heiden gern den kreuzförmigen Hammer Thors umhängen.
Laut Wolfgang Golthars „Germanische Mythologie“ wurde die germanische Rechtsversammlung, das Thing, immer donnerstags, am Thorstag, eröffnet. Man aß gut, trank Bier und warf sich bei gelockerter Zunge allerlei Dinge an den Kopf, die dann am nächsten Tag entschieden wurden. Wie allgemein bekannt, leitet der Gründonnerstag die höchsten Feiertage der Christenheit ein. Jesus wurde am Gründonnerstag nach dem letzten Abendmahl verhaftet und am Karfreitag hingerichtet. Wie auch immer. Es gibt erneut allerlei Anzeichen, dass die katholische Kirche einiges aus der Kultur unserer Vorfahren in ihre Religion erst ein- und dann umgebaut hat.
Fest steht für mich, dass der Hammer Thors mit der germanischen Rechtsprechung zu tun gehabt haben muss. Daher wird auch der Gerichtshammer, den viele Gerichte in der westlichen Welt bei der Urteilsverkündung benutzen, auf Thor zurückgehen. Mit dem Hammer wurde die Streitsache dingfest gemacht. Ding heißt englisch noch thing. Das Thing/Ding hatte die Sache endgültig geklärt und festgelegt. Es wird schon seinen Sinn haben, dass man die Robin Hood Geschichte nach Nottingham gelegt hat. Der Sheriff von Not-ting-ham symbolisiert den Nicht-Thing-Hammer, also die Ungerechtigkeit, die von dem Anführer der Entrechteten Robin Hood bekämpft wird. Ein weiteres Indiz in Richtung Rechtsprechung ist der germanische Rechtsbrauch des Hammerwurfes in Rahmen der Landverteilung. Hieraus hat sich die Leichtathletik Disziplin des Hammerwerfens entwickelt.
 
 
Das Hambacher Fest von 1832.

Thor und sein Hammer sind uns in vielen Namens- und Landschaftsbezeichnungen erhalten geblieben. Durch Tornau in Sachsen Anhalt fließt der Hammerbach. Die nächste Ortschaft südlich davon heißt Hammermühle. Torgelow in Mecklenburg Vorpommern hat zwei Hämmer in seinem Wappen und die nächste südliche Ortschaft heißt Hammer a. d. Ücker. Ähnliche Zusammenhänge habe ich schon in dem Artikel „Holla-die Waldfee!“ anhand der Totengöttin Hel und dem Lichtgott Baldur aufgezeigt. Wir finden Thorn im Kulmer Land und Thorn in Holland, Hamar in Norwegen und Hammah bei Stade, Hammerfest in der Finnmark und das berühmte Hambacher Fest von 1832, welches die alle Jahre wiederkehrenden, typischen germanischen Forderungen nach Freiheit und Volksherrschaft zum Inhalt hatte. Dieser GerRechtigkeitsgedanke lässt sich anscheinend nicht ausrotten. Wir finden weiterhin Torgau an der Elbe, das Thorsberger Moor, Hamm in Westfalen, die Hammerwand in Südtirol, etliche Hambäche und Hamberge, Thorshavn auf den Färöer Inseln, Torslunda in Schweden, den Donnersberg in der Pfalz, den Hambacher Forst, usw. Ich verweise bezüglich der Ortsnamen wieder auf das Ortsnamensbuch von Rainer Schulz. Es ist ein Augenöffner.
Wir sehen also, dass der Beschützer der Menschen Thor/Donar und sein Hammer sich überall erhalten haben, egal ob in Wochentagen, Städtenamen oder Landschafts- und Flussbezeichnungen.
 
Ist es nicht ein schönes Zeichen, dass wir den Vornamen Ryke auf der alten Hamburger Karte von 1320 (s. Wikipedia) in der Rykenstrate finden?
Ist es nicht ein schönes Zeichen, dass der Vorname Geerd sich von den germanischen Ger ableitet, wonach die freiheitsliebenden Germanen benannt worden sind?
Und ist es nicht ein schönes Zeichen, dass sich der die Menschen beschützende Hammer von Thor in dem Nachnamen Hamer wiederfindet?
Und hat dieser Ryke Geerd Hamer mit seiner Germanischen Heilkunde nicht jedem Menschen eine unschlagbare Waffe in die Hand gegeben, mit der man nicht nur die Schöpfung der Götter, sondern auch sich selbst vor übermenschlich erscheinenden Riesen beschützen kann?
Das hat er! Und nun sorgen Sie mit dafür, dass diese Waffe bekannt wird. Reden Sie darüber und lassen Sie „den Ham(m)er kreisen“.
 

Noch eine sehr interessante Gedankenfolgerung von Werner von der Mühle:
https://www.gesetze-der-freiheit.de/ach/rot-sehen/
 

Rot sehen!

Aufbauend auf dem letzten Artikel möchte ich mich noch einmal Thor und der Stadt Hamburg nähern. Wieder einmal wird es zum Großteil um das Rechtswesen gehen. Es ist wirklich auffällig, wie oft man auf alte germanische Rechtsbezeichnungen stößt, wenn man sich mit der Thematik beschäftigt. Die GerRechtigkeit muss eine sehr hohe Bedeutung für die Germanen gehabt haben. Doch nun zur Sache:
Hamburgs Stadtkern hat weitere interessante Namensbezeichnungen, wobei die Straße  Rödingsmarkt in der Altstadt sich für das Folgende als Einleitung am besten anbietet.
Von der Straße weiß man, dass dort historisch nie ein Markt abgehalten wurde. Aber was bedeutet der Name dann? Auf der Wikipedia Karte von 1320 heißt die Straße noch Rodingesmarke. Die Mark bezeichnet laut Jakob Grimm eine Grenze oder auch einen Wald. Die heutige Endsilbe „markt“ bezieht sich somit nicht auf den Warenaustausch. Im Wortteil Rodinges entdecken wir zum einen die Farbe Rot und zum andern das uns bereits vertraute Thing/Ding. Rot heißt auf Schwedisch röd. Ein ähnliches Beispiel ist der Ort Rössing im Calenberger Land, der erstmals als Rotthingun erwähnt wurde, das westfälische Rödinghausen oder Rodingen in Luxemburg. Beim heutigen Rödingsmarkt werden sich die Hammaburger somit zum Gerichtsthing im oder am Wald versammelt haben.  
Aber was hat es mit der Farbe Rot auf sich? Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum uns das Wort Rot so oft in Namensbezeichnungen über den Weg läuft? Wir treffen die rote Mühle, den roten Baum, den roten Bach, die rote Burg, den roten Berg oder die rote Erde. Doch meist findet man an diesen Orten alles Mögliche, nur nichts, was mit der Farbe Rot zu tun hat. Das liegt daran, dass das Wort Rot ursprünglich noch eine ganz andere Bedeutung gehabt hat und zwar eine rechtliche. Zur Verdeutlichung:
-Die fünfte Rune R wird auch als Rune des Rechtes und Richters gedeutet. Manche bezeichnen sie auch als Rit/Rot/Rat Rune.
-Rothari war ein König der Langobarden, der 643 als erster das langobardische Recht niederschrieb.
-In der deutschen Geschichte gibt es eine merkwürdige geheime Gerichtsbarkeit, die Feme. Noch lange nach der Christianisierung verbreitete sie Angst und Schrecken unter den Verbrechern, da die Femgerichte oftmals über Leben und Tod entschieden. Die Ursprünge der Feme und ihrer Freistühle liegen eindeutig im germanischen Recht. Die Edda ist eine Sammlung germanischer Götter- und Heldensagen. Durch sie wissen wir, dass die Asen täglich zu ihrem Thingplatz unter dem Weltenbaum Yggdrasil reiten, um dort zu richten. Die Mitglieder der Feme trafen sich ebenfalls unter Bäumen zum Gericht. Man denke nur an die vielen Gerichtslinden oder die bekannte Donareiche. Der berühmteste, noch erhaltene Baum dieser Art ist die Femeiche von Erle am Rand des sächsichen Hamalandes in Westfalen. Westfalen gilt als das Land der Feme und wird auch als „Rote Erde“ bezeichnet. Es kann durchaus sein, dass der Spruch „Heute rot, morgen tot!“ aus dieser Zeit der Feme stammt.
-Die Ungerechtigkeit wird in der Robin Hood Sage durch den Sheriff von Nottingham (siehe den Ham(m)er kreisen lassen) symbolisiert. Im Umkehrschluss symbolisiert somit Robin die Gerechtigkeit. Der Name Robin ist eine Koseform von Robert. Robert hat sich laut Jakob Grimm aus dem Althochdeutschen Hruodperath und dem mittelhochdeutschen Ruotperht entwickelt. Einer seiner treusten Gefährten ist Will Scarlett. Scarlett ins Deutsche übersetzt heißt scharlachrot. Der Nachname von Locksley ist ein weiterer Hinweis. Der Wortstamm Lock bedeutet sperren, schließen. Und gerechterweise locht Robin am Ende seine Widersacher ein und stellt das Recht wieder her.
Der rote Baum ist ein Hinweis auf einen Thingplatz
.
-Im Brockhaus von 1973 steht: „ (…) Rot bezeichnet auch die hohe Gerichtsbarkeit (…) Rot war die Tracht des Henkers und anderer Hüter der Ordnung; es ist auch heute noch in vielen Ländern die Farbe der Richtertalare und der Justiz überhaupt.“
-Das höchste Gericht der Bundesrepublik, das Bundesverfassungsgericht, ist die Hüterin des Grundgesetzes und die dortigen Richter tragen rote Roben.
Aus den Erläuterungen ergibt sich, dass der Wortteil rot/rod/röd in Namensbezeichnungen in der Regel nicht die Farbe bezeichnet, sondern ein Hinweis auf altes germanisches Recht ist. Jetzt dürfte klar sein, warum wir so oft auf den Begriff Rot treffen. Und so finden wir in der Mitte Hamburgs nicht nur den Rödingsmarkt, sondern auch die Stadtteile Rothenbaum und Rothenburgsort.
Und wie wir es auch schon aus den anderen „Ach“-Artikeln kennen, treffen wir auch diesmal die Rot/Rod Orte europaweit an. Rothenthurn in Kärnten, unzählige Alpengipfel mit dem Namen Rothorn, Rodby auf der dänischen Insel Lolland, die Rotehorninsel in der Elbe in Magdeburgs Innenstadt, das englische Rotherham, Rodenberg am Deister, Rotterdam in Holland, das Rothaargebirge, Rothenburg in Niederschlesien, usw.
Nähern wir uns nun dem zu Beginn erwähnten Thor. Thor trägt sicher nicht zufällig den Beinamen Rotbart. Wie im Artikel „den Ham(m)er kreisen lassen“ erwähnt, war der Thorstag/Donnerstag der feierliche Tag der Thingeröffnung. Die Schweden bezeichnen einen Feiertag als Röd Dag, also roter Tag. Was für ein schönes Erinnerungszeichen an Rotbart!
Die durch einen Missbrauchsskandal traurige Berühmtheit erlangte englische Stadt Rotherham liegt am Fluss Don. Wir erkennen in Rotherham erneut die Rechtsrune, den Hammer und im Fluss unseren rotbärtigen Thor/Donar.
Ist es Zufall, dass das Gesetzbuch der Juden Thora heißt?
Und jeder kennt die berühmte Kyffhäusersage vom König Friedrich Barbarossa (italienisch für Rotbart), der im Kyffhäuser schläft und wiederkehren wird, um Gerechtigkeit zu üben. Sie übertrug sich im Laufe der Geschichte mal auf den einen, mal auf den anderen Herrscher. Der Chronist “Johann von Winterthur” berichtete 1348: „Er (König Friedrich) wird mit der Herrlichkeit des Reiches zurückkehren (...) und alle Gerechtigkeit erfüllen. Die Pfaffen aber wird er furchtbar verfolgen und die Mönche (...) von der Erde vertilgen.“ Erneut erkennen wir in dieser Sage den Ruf nach Gerechtigkeit.

Der rotbärtige Thor schläft. Aber er wacht auch wieder auf.

Was würden die Asen oder die Germanen wohl denken, wenn sie heute durch unser Land reiten würden? Was würden sie dazu sagen, dass Menschen in Mülleimder tern nach Pfandflaschen suchen, um ihre monatliche Rente aufzubessern, gleichzeitig aber eine Managerin für ein Jahr Arbeit in einer Ethikkommission 12 Millionen Euro Abfindung bekommt? Was würden sie dazu sagen, dass man für die Zerstörung eines Wespennestes drakonisch bestraft wird, gleichzeitig aber ganz legal tausende Tonnen von Insektiziden über Felder versprüht werden? Was würden sie dazu sagen, dass man für Schwarzfahren ins Gefängnis geht, gleichzeitig aber ein Vergewaltiger mit einer Bewährungsstrafe davonkommt? Was würden sie dazu sagen, das man sich über ein auf der Flucht im Mittelmeer ertrunkenes Kind aufregt, gleichzeitig aber unterstützt, ganze Länder zurück in die Steinzeit zu bomben, wobei zigtausende Kinder zerfetzt, verbrannt und zerdrückt werden?  

Ich glaube, sie würden Rot sehen!